Was ist cycle?
// September 24th, 2009 // No Comments » // cycle
Die aktuellen Gesundheitssysteme stehen vor dem Kollaps. Die Medizin steht gezwungenermaßen vor einem Paradigmenwechsel, hin zum aktiven Patienten. Für diesen Wandel werden neue Werkzeuge benötigt die es der breiten Öffentlichkeit ermöglicht ihren eigenen Gesundheitszustand zu erfassen und zu verwalten. Die Arbeit “Die breite gesellschaftliche Nutzung von telemedizinischen Produkten durch innovative Interfaces”analysiert und bewertet diese Situation und entwickelt eine ganzheitliche Interfacesystematik die den Aufbruch in eine neue Ära visuell stützen und glaubhaft ermöglichen soll.
Die Visionen für unsere medizinische Zukunft beschränken sich derzeit auf technische Aspekte, die von den Vorstellungen der zukünftigen Endnutzer noch weit entfernt sind. Dabei sind gerade Visionen und Zukunftsperspektiven extrem wichtig für die Entwicklung von Antworten zu komplexen und – wie im Fall Medizin – tabuisierten Fragestellungen. Heute entstehen Interfaces bei deren Entwicklung Begriffe wie Ergonomie, Didaktik oder Produkterlebnis vernachlässigt werden. Die Produkte sind bisher rein funktionsorientiert und auf dem gestalterischen Stand der 80er Jahre. Damit ist die Verbreitung in die Öffentlichkeit nahezu Ausgeschlossen, da sich die Einstellungen und Erwartungen – nicht zuletzt durch Erfolgsgeschichten wie die des iPod – radikal verändert haben.
Die hohe medizinische und wirtschaftliche Relevanz eines neuen Gesundheitssystems, sowie die stattfindende gesellschaftliche Entwicklung hin zum Manager des eigenen Wohlbefindens bilden die perfekte Ausgangsposition für neue Lösungen die sowohl medizinischen als auch wirtschaftlichen Erfordernissen genügen müssen. Die treibenden Unternehmen kennen diese Entwicklung, schaffen es dabei aber nicht, die entsprechenden Visionen zu schaffen und zu kommunizieren.
Cycle entwirft ein Interfaceszenario, das als visionärer Impuls funktionieren will, der als Vorlage dienen kann, um hieraus eine Vielzahl von Ableitungen generieren zu können. Dabei werden Interfaces als eine symbiotische Einheit aus Hard- und Software verstanden. Es berücksichtigt alle denkbaren Zielgruppen und entwirft damit einen umfassenden Ansatz für den anstehenden Paradigmenwechsel.




